wfs 1

Idealfall: Augenachsen stehen parallel

wfs2

Ein Auge weicht nach außen ab, es würden 2 Bilder nebeneinander entstehen, es findet meistens ein Ausgleich statt.

wfs3

Ausgleich durch Brillenglas: auge darf in seiner energieärmsten Stellung stehen, Glas lenkt Licht ab.

Winkelfehlsichtigkeit WFS

Hier ist die Stellung der Augenachsen zueinander nicht ideal und beeinträchtigt so das beidäugige Sehen. Dies kann ich messen und gegebenfalls mit einer Brille die Anstrenugung verringern und somit das Sehen einfacher, energieärmer und exakter machen oder die Konvergenz trainieren.

Beidäugiges Sehen bezeichnet die Fähigkeit des Menschen, mit beiden Augen gleichzeitig auf dieselbe Stelle zu schauen. Die so von beiden Augen gelieferten Bilder werden zu einem räumlichen Gesamtbild zusammengefügt. Hierfür müssen die Sehachsen und somit die Augen im Unendlichen genau parallel ausgerichtet sein. Beim Blick auf ein Objekt, müssen sich diese dort auch schneiden.

Oft weisen die Sehachsen jedoch kleine Abweichungen auf, z. Bsp. durch einen Längenunterschied der Bewegungsmuskeln der beiden Augen. Dieses Ungleichgewicht wird vom Gehirn durch aktives Gegensteuern ausgeglichen bzw. kompensiert durch motorische und sensorische Fusion.

Es ist somit nicht sichtbar und kommt uns „normal“ vor, obwohl es sehr viel Energie kostet und es dadurch zu typischen Symptomen kommt (siehe vorheriger Artikel). Dieses Phänomen ist allgemein bekannter unter dem Namen Winkelfehlsichtigkeit. Der Fachbegriff ist assoziierende Heterophorie, welche nur mit der sogenannten MKH (Meß- und Korrekturmethode nach Haase)  zuverlässig gemessen werden kann. 

Sollte dann diese Fehlsichtigkeit festgestellt werden, so kann diese zum Beispiel durch Brillengläser ausgeglichen werden. Ihr Kind oder Sie bekommen individuell angefertigte Brillengläser, welche diese anstrengenden Bewegungen der Augenmuskeln entlasten und die Augen in natürlicher, anstrengungsärmster Stellung sein dürfen. Der Stellungsfehler selbst wird nicht korrigiert, er wird durch die Brille während des Tragens ausgeglichen. Genau wie z.B. bei Kurz- oder Weitsichtigkeit. Auch hier findet ein Ausgleich nur während der Tragedauer der Brille statt.

Anstelle der Brille kann auch ein tägliches Training treten, je nach Anamnese.

 

Je früher ein Ausgleich vorgenommen wird, desto schneller werden sich Probleme, die daraus resultieren bessern.

 

Es ist nie zu spät!