Optische Messungen -

die MKH

Bei der MKH benötigt man eine spezielle Prüfanordnung mit einem festen Testablauf. Die Bilder der einzelnen Augen werden durch einen Polfilter voneinander getrennt und jedes sieht somit ein anderes Bild, aber beide Augen sehen gleichzeitig. Dadurch kann man das Binokuarsehen bei dosiertem Fixationsreiz beurteilen. Die Lage der beiden Bilder zueinander gibt dann Auskunft über das Zusammenspiel der beiden Augen.

Beispiel Kreuztest:

Hier wird dem rechten Auge ein vertikaler Strich gezeigt und dem linken ein horizontaler. Diese beiden Striche bilden bei optimalem beidäugigen Sehen ein Kreuz, bei gestörter Binokularität sind diese aber gegeneinander versetzt, entsprechend der Achsabweichung von der Norm. Beide Augen sehen also nicht "geradeaus". Dieses Defizit kann durch Vorschalten von Prismengläser kompensiert werden. 

Es folge noch weitere Testdarbietungen, welche noch feiner korrigieren. 

Diese Art der Testung wird in der normalen Meisterausbildung nur angeschnitten und erfordert für sichere Ergebnisse weiter Fortbildungen, viel Erfahrung und vor allem auch viel Zeit.

Das sind nur einige Gründe, warum dieses Testverfahren nur vereinzelt von Spezialisten angeboten wird.

Stefanie Schier, Dipl. Ing. (FH) , © 2018

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